Der Ton macht die Musik: Rolle der Medienqualität in Teams



Eine gute Vorbereitung ist auch bei der Einführung eines Unified Communication Systems (UC), d.h. bei der Integration von Kommunikationsmedien in eine einheitliche Anwendungsumgebung das A und O. Deshalb möchten wir in der 5-teiligen Blogserie „Netzwerkoptimierung für Microsoft Teams“ einen Einblick in die Welt von Teams geben und aufzeigen, welche Faktoren für eine erfolgreiche Implementierung wesentlich sind. Dabei möchten wir auf folgende Themenbereiche eingehen:

  1. Die Rolle der Medienqualität in Microsoft Teams

  2. Auf welche Verbindungsprinzipien man bei einem Roll-Out achten muss

  3. Optimierung des Datenverkehrs und der Servicequalität

  4. Routingoptionen für Telefonie via Teams

  5. Assessment und Monitoring



Wenn Bild- und Tonstörungen den Arbeitsprozess stören


Wenn sich die Telefonie durch die Implementierung von Microsoft Teams in Richtung Internet verlegt, erwarten sich Nutzer eine gute Medienqualität und zuverlässige Anrufverarbeitung. Denn der Abbruch eines Anrufs mitten im Gespräch bzw. Bild- und Tonstörungen beeinträchtigen den Arbeitsprozess und sorgen für Frust. Wer im Vorfeld nicht in die Optimierung der Netzwerkinfrastruktur investiert, riskiert erhebliche Probleme in Bezug auf die Erreichbarkeit der Dienste. Das Ergebnis ist eine schlechte Medienqualität, die sich wiederum negativ auf die Akzeptanz der User auswirkt. Eine gute Rufaufbau-, Audio-, Video- sowie Präsentationsqualität sind Kernaspekte einer professionellen Unternehmenskommunikation.



Positiv oder negativ: Wie Medienqualität subjektiv wahrgenommen wird


Folgende Grafik gibt einen Überblick über die positiven bzw. negativen Erlebnisse, die während einem Telefonat via Teams auftreten können. Die Benutzererfahrung ergibt sich aus der Summe der Einflüsse und bestimmt, inwieweit Benutzer durch die Technologie abgelenkt werden oder sich voll und ganz auf ihr Meeting konzentrieren können.



Daraus lassen sich folgende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kommunikation via Teams ableiten:

  • Anrufe müssen ohne Verzögerungen aufgebaut werden.

  • Der Beitritt zu Meetings muss reibungslos erfolgen.

  • Video- und Präsentationsinhalte sollten möglichst klar und synchron übermittelt werden.

  • Tonstörungen dürfen nicht auftreten, da sie das gegenseitige Verstehen beeinträchtigen. Bei starken Verzögerungen kann es sogar passieren, dass beide Seiten gleichzeitig zu sprechen anfangen – das wiederum stört den natürlichen Gesprächsfluss.



Der technische Aspekt der Medienqualität


Moderne UC Systeme, wie Microsoft Teams etwa, beruhen auf IP-basierter Echtzeitkommunikation mittels UDP/RTP-Protokoll. Die Übertragungsqualität von Medienströmen lässt sich dank moderner Berechnungsmodelle und Algorithmen in verschiedene Kenngrößen gliedern. So fallen bei Echtzeitübertragungen in der Regel folgende Störgrößen ins Gewicht:

  • Latenzen: Latenzen entstehen durch lange Übertragungsstrecken und Stauungen aufgrund von Überlastung des Netzes. Diese stören den natürlichen Gesprächsfluss massiv, v.a. wenn ein oder mehrere Gesprächsteilnehmer gleichzeitig anfangen zu sprechen.

  • Paketverluste: Paketverluste können nicht kompensiert werden, d.h. bei größeren Verlusten kommt es zu Tonaussetzern oder Frequenzverschiebungen, sodass Stimmen stark metallisch klingen.

  • Jitter: Mit Jitter sind Intervallunterschiede zwischen Datenpaketen gemeint. Moderne Netzwerkkarten verfügen über Pufferspeicher (Jitterpuffer), die der Wiederherstellung der Taktung und Paketreihenfolge dienen. Bei zu hohem Jitter kann es jedoch zu einem Überlaufen des Pufferspeichers kommen, wodurch Pakete in der falschen Reihenfolge wiedergegeben oder aufgrund von Überlastung verworfen werden.


Microsoft gibt Messwerte vor, mit denen ein optimales Nutzungserlebnis sichergestellt wird. Die Einhaltung dieser Werte lässt sich im Call Quality Dashboard im Teams Admin Center überwachen. Näher Informationen zu den Messgrößen findet ihr hier.



Sneak Peak: Welche Verbindungsprinzipien für ein erfolgreiches UC-Projekt wesentlich sind


Im nächsten Blogbeitrag zeigen wir euch, welche Verbindungsprinzipien für ein erfolgreich implementiertes UC-Projekt wichtig sind. Darin befassen wir uns u.a. mit der Frage, welche Latenzen ideal sind, welche Protokolle zum Einsatz kommen und welche Microservices genutzt werden.

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